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Die Champagne

DIE CHAMPAGNE - WIEGE EINES EINZIGARTIGEN SCHAUMWEINS

Das Privileg zur Herstellung von Champagner liegt bis heute bei dem französischen Weinanbaugebiet „La Champagne“. Der Name dieser Region spiegelt sich nur bedingt in seiner geographischen Beschaffenheit wider: Champagne leitet sich ab von dem lateinischen Wort „campania“ und steht für „Ebene“. 150 km nordöstlich von Paris erstreckt sich die hügelige Region, die zu den kleinsten – doch zugleich bekanntesten - Weinanbaugebieten Frankreichs zählt. 34.000 Hektar dieser weltweit einmaligen Böden aus Belemnit-Kreide wurden am 22. Juli 1927 zum Anbaugebiet für den einzigartigen „le Champagne“ ernannt. Das semi-kontinentale Klima der Champagne ermöglicht eine langsame Reifung der Trauben und verleiht diesen damit ihre typische Frische und Finesse.

Ursprung des Champagners - Die Champagne in Frankreich

EIN MÖNCH BRACHTE DEN CHAMPAGNER-GESCHMACK

Die alten Römer bauten bereits in der Champagne Wein an, allerdings ohne Kohlensäure. Erst im 16. Jahrhundert erhielt das Getränk unter Heinrich IV die Bezeichnung „Vin de Champagne“. Die Bildung von Kohlensäure entstand in dieser Zeit eher zufällig: Da der Wein in Fässern zu schnell verdarb, wurde er zur Auslieferung in Flaschen umgefüllt. Dabei setzte die Gärung jedoch zu früh ein und es entstand Kohlensäure. Große Mengen dieses Weins wurden nach England exportiert. Die Engländer liebten das prickelnde Getränk aus Flaschen. Fortan konzentrierte man sich in der Champagne auf die Produktion von Schaumwein.

 

Es war der Benediktinermönch Dom Pérignon (1638–1715), der die Qualität des Champagners maßgeblich verbesserte. So entwickelte Dom Pérignon die Kunst des Blanc de Noirs – des Weißkelterns. Dabei werden aus roten Rebsorten Weißweine und Champagner hergestellt. Der Mönch stellte auch fest, dass der Verschnitt mehrerer Rebsorten die Qualität des Getränkes maßgeblich verbessert. Dank Herrn Pérignon kaufen wir heute meist Champagner in 0,7 Literflaschen. Er befand dies als ideale Trinkmenge für einen Mann zum Abendessen.

 

Bis ins 19. Jahrhundert blieb der Champagner, aufgrund der Hefe, trüb. Madame Clicquot erfand im Jahre 1806 die Prozesse des Rüttelns und Degorgierens. Damit verschwand die Hefe aus dem Getränk. Bis heute erfreut sich die Champagnermarke Veuve Clicquot internationaler Beliebtheit.

HÖCHSTE QUALITÄT DURCH STRENGE AUFLAGEN

Die Auflagen zur Produktion des edlen Schaumweins sind streng. Neben dem begrenzten Anbaugebiet gibt es konkrete Anbauvorschriften zur Pflanzdichte, sowie Ertragsbeschränkungen. Auch die, für den Champagner typische, Flaschengärung, eine Mindestlagerzeit auf der Hefe und ein Verbot des Transvasierverfahrens (umfüllen der Weine in Großbehälter, zur Entfernung der Hefe) zeichnen einen echten Champagner aus.

 

Zur Herstellung des erlesenen Getränkes werden fast ausschließlich drei Rebsorten, die sogenannten Champagnerreben, verwendet. Die roten Trauben Pinot Noir verleihen dem Champagner die Fülle, die ebenfalls roten Pinot Meunier schenken ihm die Fruchtigkeit. Seine Finesse erhält der Champagner durch die weißen Chardonnay-Trauben.

 

Im ersten Schritt wird durch eine alkoholische Gärung der Grundwein erstellt. Es folgt die Zugabe von Rohr- oder Rübenzucker sowie Hefe. Dies ermöglicht die sogenannte Flaschengärung, die „Méthode champenoise“. Die Hefe obliegt einem Zersetzungsprozess, der Autolyse. Dabei erhält der Champagner sein einzigartiges Aroma. Während dieses Prozesses erfolgt auch die Bildung der Kohlensäure. Zu guter Letzt muss ein jahrgangsloser Champagner mindestens 15 Monate reifen, ein Jahrgangschampagner sogar 3 Jahre.

Durch das „Rütteln“ wird die Hefe in einem 3-wöchigen Prozess zum Flaschenhals befördert und anschließend beim Degorgieren (Abschlämmen) komplett aus der Flasche entfernt.

Einige Erzeuger vermerken den Zeitpunkt des Degorgierens auf der Flasche. Dieser ist von Bedeutung für die Lagerzeit des Getränkes, denn ein Champagner in der Flasche verliert umso langsamer an Qualität, je länger er zuvor auf der Hefe gelegen hat. Ein guter Jahrgangschampagner kann 10 Jahre und länger bei fachgerechter Lagerung sein Aroma ausbauen.

 

Ihren individuellen Charakter erhalten die jeweiligen Champagner durch die unterschiedlichen Mischungen der Rebsorten. Meist werden Grundweine aus verschiedenen Jahrgängen kombiniert. Nur etwa 20 % bilden die sogenannten Vintage-Champagner. Dabei bezieht sich der Begriff „Vintage“ nicht auf das Alter des Getränkes, sondern auf die Tatsache, dass alle verwendeten Grundweine aus einem Jahr stammen.

 

Die strengen Auflagen machen den Champagner zu einem teuren, aber leckeren Getränk.